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Ratschläge für Mitmenschen betroffener Eltern

 

So können Sie Ihre Unterstützung zeigen :

Schicken Sie eine Karte um zu sagen, dass Sie davon gehört haben, was ihrem Baby geschieht, und dass es Ihnen Leid tut.

Beten Sie mit ihnen und für sie.

Lassen Sie die Eltern wissen, wie hilflos Sie sich fühlen.

Weinen Sie vor ihnen, geteiltes Leid ist halbes Leid.

Bieten Sie an, die älteren Geschwister zu hüten.

Rufen sie regelmässig an, um zu fragen wie es ihnen geht und um zuzuhören. Geben Sie keine Ratschläge, sagen Sie nicht, was Sie machen würden.

Sagen Sie ihnen, dass Sie sie unterstützen, dass Sie für sie da sind.

Gehen Sie zu ihnen, nehmen Sie sie in Ihre Arme, hören Sie zu.

Sagen Sie nicht, es sei alles in Ordnung, es stimmt nicht!

Ignorieren Sie die Geschwister und andere Verwandten nicht. Es gibt Zeiten wo auch sie vor Ihnen weinen und erzählen wollen, was geschieht.

Ermutigen Sie die Eltern immer wieder, ihrem Kind nahe zu sein, es bewusst kennen zu lernen und auch bewusst Abschied zu nehmen.

Sagen Sie den Eltern, dass sie keine Schuld an der Fehlbildung ihres Kindes tragen. Denn das tun sie definitiv nicht!

Organisieren Sie einen Besuch im Krankenhaus, wenn es soweit ist.

Fragen Sie ob Sie das Baby tragen dürfen, erwarten Sie aber nichts. Sie werden den Willen der Eltern respektieren müssen.

Nehmen Sie an der Beerdigung teil.

Sagen Sie nicht "ruf mich an, wenn Du etwas brauchst" oder "lass uns wissen, wenn...". Die Eltern sind von Nebel umgeben. Seien Sie präzise und sagen Sie "darf ich Montag das Mittagessen vorbeibringen?" oder "können die Kinder morgen mit uns Schwimmen gehen?". Je präziser Sie sind, desto einfacher ist es für die Eltern sich helfen zu lassen. Anmerkung : Manche Eltern weisen jegliche Hilfe zurück. Respektieren Sie diesen Wunsch. Es ist ihre Wahl, die Ihnen nicht gefallen muss.

Hinterlegen Sie kleine Geschenke oder Briefe auf der Türschwelle. Alles wovon Sie wissen, dass es Freude machen könnte.

Sagen Sie nicht, es wird schon wieder werden. Viele vorgeburtliche Untersuchungen sind sehr genau. Glaube ist ein wunderbares Geschenk, doch Gott hat vielleicht andere Pläne als Sie für diese Familie.

Kaufen Sie ein Geschenk für das Baby und geben Sie es. Ja, es schmerzt, doch die Eltern werden solche Dinge hüten wie einen Schatz. Ideen : Bilderrahmen, Namensbilder, gravierte Tassen, Plüschtiere, Blumen, Geld, ... Für manche Eltern ist die Anerkennung der Existenz ihres Kindes das schönste Geschenk, dass Sie ihnen machen können. Wäre das Baby gesund gewesen, hätten Sie ihm sicher auch etwas geschenkt.

Anerkennen Sie, dass nur Zeit, Liebe, Zärtlichkeit und offene Gespräche ihren Schmerz lindern werden.

Sagen sie nicht, andere Eltern hätten dasselbe durchgemacht und überwunden. Nehmen Sie die Eltern in ihrem Schmerz ernst, er gehört nur ihnen und es bedarf keiner Vergleiche.

 

Wenn Sie sich selbst helfen wollen :

Suchen Sie Hilfe in Büchern, Selbsthilfegruppen, anderen Betroffenen.

Wenn Sie von der Situation überfordert werden, dann suchen Sie professionelle Hilfe.

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 30.06.2008